Nudelsprint

Siegerehrung des Mädchenrennens
Siegerehrung des Mädchenrennens

Am Samstag den 18.01. trafen sich die beiden Jugendtrainer mit den ersten 5 der jüngeren Athleten auf dem Bahnhof Spindlersfeld, um mit zahlreichen öffentlichen Verkehrsmitteln den Weg zu Hellas-Titania nach Spandau anzutreten. Endlich angekommen und ziemlich durchgefroren mussten wir feststellen, dass der Austragungssaal so leer wie noch nie war. Doch dies sollte sich bald ändern. Während die Kinder das Bootshaus erkundeten, sich umzogen und durch Laufen vor den Bootshäusern erwärmten, trafen nach und nach immer mehr Ruderer von Nah und Fern ein. Nun war es im Saal auch schon kuschelig warm, sauerstoffarm und die Luft war erfüllt von allerlei Düften schwitzender Sportler. Die vielen Körper der Ruderer bildeten ein natürliches Labyrinth, sodass es für die Kleinen teilweise mit erheblichem Zeitaufwand verbunden war, das gewünschte Ziel zu erreichen. Jetzt gab es auch Freude für unsere Mädchen, denn Sophie war eingetroffen und sie besprachen nochmal alle Details der bevorstehenden Abläufe.

Das erste Rennen über 222 m auf dem Ruderergometer trug den Namen Sternchennudeln, umfasste 15 Teilnehmerinnen und wurde von Mädchen bis 12 Jahren bestritten. Dabei wurden ein erfolgreicher zweiter Platz von Lisa und ein hervorragender sechster und siebter Platz von Victoria und Vivian erkämpft.

Die Kinder in der Staffel mit dem BRC Ägir
Die Kinder in der Staffel mit dem BRC Ägir

Nun bahnten sich auch schon Torben und Sebastian einen Weg durch die Menge, um an ihrem Rennen der Jungen bis 12 Jahren teilzunehmen. Durch ohrenbetäubende Anfeuerungsrufe gestärkt, konnte Sebastian einen gelungenen 15. und Torben den aufstrebenden 34. von 41 Plätzen für Energie erringen.

 

Nun nahm auch schon Martin auf seinem Ergometer platz und die Angespanntheit war allen Teilnehmern deutlich ins Gesicht geschrieben. 3 2 1 ROW! Nach 48,7 Sekunden war für ihn das Rennen der Jungen 13/14 beendet und er konnte sich über den gelungenen 22. von 72 Plätzen freuen.

 

Bei der späteren Siegerehrung der Kinder standen unsere Mädchen mit viel Ehrgefühl erfüllt auf und neben der Championtreppe und nahmen stolz ihre Preise entgegen.

 

Mittlerweile waren auch unsere Junioren eingetroffen und führten die letzten Dehnungs- und Aufwärmübungen mit abschätzenden Blicken auf die Konkurrenz durch.

 

Das Rennen der B-Junioren wurde in 7 Abteilungen ausgetragen und als erstes ließ Konstantin die Distanz in 38,7 Sekunden hinter sich und belegte den 8. Platz. Elias zeigte allen ab dem 33. Rang das sich kontinuierliches Teilnehmen am Wintertraining lohnen kann. Den 49. Platz sicherte sich Matthias mit einem technisch sauberen Durchgang.

 

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie in dieser Altersklasse die körperlichen Unterschiede ausgeprägt sind und um eine für jeden passende Voraussetzung zu schaffen, müsste man in verschiedenen Leistungsklassen starten lassen.

 

Ein Höhepunkt stellen jedes Jahr die Staffeln dar. Hier geht es darum in 15 Minuten mit einer bestimmten Anzahl von weiblichen und männlichen Teilnehmern, gern auch aus unterschiedlichen Vereinen, mit beliebig vielen Wechseln, die höchste Anzahl an Metern auf einem Gerät zu erreichen.

Nach dem Rennen wird erstmal gegessen
Nach dem Rennen wird erstmal gegessen

Das Anstacheln, Anheizen in einer Lautstärke, welche bis vor die Türen des Austragungsortes zu hören war, und die aufgeheizte Spannung brachten den Saal fast zum Bersten und so war es kein Wunder, dass unsere Kinderstaffel mit 21 Wechseln und 3363 m den 6. Platz belegte und den Trainern die Brüste vor Hochmütigkeit anschwellen ließ. Unsere 3 Junioren vereinten sich zu einer Renngemeinschaft und schonten dabei auch die letzten Kraftreserven nicht. Mit geschickten Wechseln und kurzen knackigen Spurts rissen sie an den Ketten der Rudermaschinen. Wir verfolgten auf der Leinwand die eng zusammenliegenden und sich immer wieder überholenden Boote. Am Ende mussten sie sich mit dem Richtershorner RV einen 2. Platz mit genau der selben Distanz von 4487 m teilen.

Aus der Küche roch es verführerisch nach Nudeln mit Champignon- oder Bolognesesoße, und nun begann das große (Fr)essen, worauf sich viele am meisten gefreut hatten. Es gab sogar Wetten, wer die meisten Portionen vertilgen kann –- die Rede war von 19 Tellern Nudeln, was mir schwer fiel zu glauben.

Nachdem wir unsere jungen Sportler verabschiedet hatten, gab es auch nochmal die Möglichkeit uns mit den gleichaltrigen Ruderern zu messen.

Ich machte die Erfahrung, dass ich im Einzelrennen im hinteren Drittel noch gut mitfahre und im Vereinszweier mit Maik Casper nicht allzu weit hinter den Recken anderer Vereine das Ziel passierte. Eine besonders große Hilfe waren dabei auch die leistungssteigernden und zum Durchhalten animierenden Schreie von Dieter Herrmann. Vielen Dank!

Somit neigte sich dann auch ein gelungener Tag bei den Titanen dem Ende entgegen und wir kommen wieder!

Marcus Creutzburg