Weltcup im sonnigen Frankreich

Foto: Detlev Seyb, www.rudern.de
Foto: Detlev Seyb, www.rudern.de

Nach der Trainingswoche in Ratzeburg mit der gesamten Mannschaft stand in dieser Woche mit dem Ruder-Weltcup ll im französischen Aiguebelette ein weiterer Meilenstein in dieser Saison auf dem Programm.

Um sich nach der anstrengenden Woche in Ratzeburg etwas erholen zu können, wurde das Heimtraining, das jede von uns von Montag bis Mittwoch zu absolvieren hatte, etwas reduziert. Außerdem habe ich für meinen Teil die wertvollen Tage zu Hause, in Berlin, dazu genutzt, an meiner Masterarbeit weiterzuarbeiten, welche ich am Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik schreibe. Dort habe ich einige Simulationen am Computer durchgeführt sowie Literatur studiert.

Bereits am Mittwoch Abend kam Julia aus Rostock zu mir nach Berlin damit wir uns am Donnerstagmorgen gemeinsam auf die Reise nach Frankreich machen konnten.

So setzten wir uns also am Donnerstag um 4:30 Uhr in die schöne Berliner S-Bahn und fuhren gemeinsam zum Flughafen Tegel… zu Julias Freude mit drei mal Umsteigen ;-)

Von Tegel ging es dann zunächst nach Frankfurt. Dort trafen wir Anne und Michi aus Halle. Die anderen Mädels und unsere Trainer fuhren mit Kleinbussen bereits ab Mittwoch Abend nach Frankreich, sodass unsere Reisegruppe diesmal etwas kleiner blieb als sonst. Von Frankfurt flogen wir vier dann also weiter nach Lyon. Dort verzögerte sich unsere Weiterreise um vernachlässigbar kurze drei Stunden, da der erhoffte Abholdienst verschollen war, ein herrenloses Gepäckstück den Eingangsbereich des Flughafengebäudes lahm legte und wir in dem Bus, der uns schließlich zum Hotel fuhr, noch fast eine Stunde auf dessen Abfahrt warten mussten.

Am Nachmittag stand dann gleich die erste Trainingseinheit auf der Regattastrecke von Aiguebelette auf dem Plan. Wir waren bei unserer ersten Ausfahrt auf dem uns bisher unbekannten Gewässer fasziniert sowohl von der Schönheit der Berglandschaft um den See herum als auch von der hellblau-türkisen Farbe des Seewassers.

Am Freitag begannen dann die Rennen. Das Team Frauenachter schickte mit Ronja Schütte und Michaela Schmidt sowie Miriam Davids und Constanze Siering zwei Zweier an den Start sowie natürlich einen Achter in der Besetzung Sophie Paul, Anne Becker, Julia Lepke, Alexandra Höffgen, Charlotte Reinhardt, Katrin Reinert, Kerstin Hartmann, Katrin Marchand und Stf. Laura Schwensen. Als Erprobungsmaßnahme wurden die Vorläufe bzw. im Achter das Bahnverteilungsrennen nicht Boot gegen Boot sondern als Einzelzeitfahren durchgeführt. Das war für die meisten von uns eine völlig neue Erfahrung. Im Ergebnis mussten beide Zweier noch am gleichen Tag in den Hoffnungslauf. Für den Achter stand nach einem mäßigen Rennen für das Finale eine Außenbahn fest. Im Hoffnungslauf konnten sich Ronja und Michi für das Halbfinale am Samstag qualifizieren. Miriam und Conny schafften dies leider nicht.

Während der Achter am Samstag kein Rennen hatte und zwei Trainingseinheiten auf dem Wasser absolvierte, bereiteten sich Ronja und Michi auf ihr Halbfinale vor, welches so stark besetzt war, dass es genauso gut auch ein Finale hätte sein können. Die Achter-Mannschaft blieb nach der zweiten Trainingseinheit an der Regattastrecke um den Zweier anzufeuern. Trotz eines beherzten Rennens und vieler Anfeuerungsrufe reichte es für Ronja und Michi mit Platz fünf nicht für den Finaleinzug. Ebenfalls am Samstag fand auch das C-Finale von Miriam und Conny statt, welches sie mit Platz zwei beendeten.

Am Sonntag ruderten zunächst Ronja und Michi ihr B-Finale und erreichten einen 4. Platz. Das Finale im Frauenachter war erst mittags angesetzt. Bei glattem Wasser und strahlendem Sonnenschein wollten wir gegen die starke internationale Konkurrenz zeigen, dass wir der Weltspitze etwas näher gerückt sind. Nach einem guten Start gelang uns dies zunächst auch, doch auf der zweiten Streckenhälfte reichten unsere Kräfte nicht, um dem hohen Tempo der anderen Boote folgen zu können. Wenngleich wir uns sicherlich mehr als Platz 5 erhofft hatten, bleibt festzuhalten, dass wir alle um ein paar Erfahrungen reicher geworden sind. Also heißt es für uns: noch härter trainieren und auf ein Neues in Luzern…

 

Sophie Paul im Blog von Team Frauenachter, www.frauenachter.de

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